A guads Gfühl

war es, am Sonntag in der Peter Pekarek Arena in Brigittenau zu sein. Dort hatte Dynamo Donau zum Saisonabschluss geladen, und die Endstation erwies sich erwartungsgemäß als ein hervorragendes Los: Der angestrebte Zuschauerrekord wurde sicherlich geknackt, zumal die hunderten Gesichter von einigen wohl auch mehrfach gesehen wurden. Ein gelungenes Spektakel, und das bereits vor dem Anpfiff! 

Coach Püsche schickte folgende Elf zum gemächlichen Eintraben, begleitet von fröhlichen Kindern: 

van Gerven

Steininger – Sladky, Thurnwald, Gold © – Hanspeter

Flo Schramm, Dosek

Khalil, Zanzinger, Zenuni

Die stattlich betuchte Bank zierten: Priglinger-Simader, Mayer, Wimmer und Püsche.

Bei sommerlichen Temperaturen war schnell klar, dass dies kein leichtes Spiel wird für die Hernalser. Dynamo agierte, beflügelt von der großartigen Atmosphäre, hoch motiviert, und ließ den Gelben wenig Möglichkeit zum Spielaufbau. Da aber spätestens in der Hernalser Abwehr immer wieder „Endstation“ war, entwickelte sich zunächst ein intensiver, aber etwas zäher Kick. Zu zäh? dachte man sich vielleicht in der Hernalser Hintermannschaft, und servierte dem starken Dynamo-10er das 1:0. Doch wurde die Endstation damit lediglich angestachelt, sich Chancen herauszuspielen – was sie in zunehmender Qualität auch tat. Der gut aufgelegte Bomber Zenuni war es schließlich, der eine dieser Möglichkeiten nach Zuspiel von Mo Khalil nutzte und sich selbst zum Geburtstag beschenkte: 30. Minute, 1:1 und Happy Birthday!

Nun glaubten die Hernalser Ratten sich im Aufwind, doch hatte Dynamo alles andere vor, als einzuknicken. Kurz vor dem Pausenbie… -pfiff stoppte die Hernalser Abwehr einen Angriff im physischen Verbund, was zwar gut aussah, für den Gegner allerdings schmerzhaft und für den Schiedsrichter regelwidrig war. Kapitän Gold übernahm solidarisch die Gelbe Karte. Den anschließenden Freistoß zwirbelte die Nr. 10 in Richtung Kreuzeck, wohin Keeper van Gerven ebenfalls, aber vergeblich unterwegs war. 2:1 zur Pause.

Zur zweiten Halbzeit machte Hanspeter für Priglinger-Simader positionsgleich Platz und sogleich ging man daran, aufzuholen. Keine 10 Minuten dauerte es, bis Geburtstagskind Zenuni erneut einnetzte, diesmal nach einem der brandgefährlichen Flo Schramm-Einwürfe™®. 2:2 und alles war möglich, vor allem aber für die Endstation. Chance um Chance wurde herausgespielt, der engagiert kämpfende Gegner wurde in Zaum gehalten, Gold entschied das Privatduell gegen den 10er in der zweiten Hälfte klar für sich. Die Krönung aber schließlich lieferte Paul Zanzi Zanzinger, der mit einem Flachschuss den Dynamo-Keeper, alle am Feld und Feldrand, und vielleicht auch sich selbst ein bisschen, verlud. 2:3 in der 67. Minute, Spiel gedreht! In weiterer Folge bemühte sich Dynamo um den Ausgleich und die Endstation darum, das Durchschnittsalter zu heben: Wimmer, Mayer und sogar Coach Püsche kamen unter Beifall der zahlreichen Endstation-Fans für Zanzinger, Thurnwald und Dosek. Es wurde von Zeitreise gemunkelt, aber die Zeit war noch nicht um, und Dynamo warf alles nach vorn. Die Endstation aber blieb sattelfest, und gewann schließlich verdient. 

Bei so einer Atmosphäre ist das Endergebnis aber fast schon Nebensache. Deshalb ein Riesen-Dankeschön und Glückwunsch an Dynamo Donau, geile Truppe! Und an alle Endstation-Fans: Wir feiern kommenden Freitag unseren eigenen Saisonabschluss, und das traditionell ausgiebig, also kommt, kommt zahlreich – feiern wir uns und eine großartige Saison!

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*