Als Mannschaft gewachsen

Samstag in den Auen der Donau. Allerdings schon jenseits des blauen Stroms. Die Streetkids warteten …

Das legendäre Gänsehäufl im Blickfeld traf sich eine stark reduzierte Schar um den Unterschied zwischen Straßen- und Feldfußball zu erörtern. Breit, Dosek, Paludo, Perzl, Schramm F. und Weese konnten nicht an der Diskussion teilnehmen. Dafür kehrte der radelnde Vietnamese Luke zurück. Daher war Coach Püsche gefordert und musste das Team etwas umkrempeln.

Von 3-4-3 wurde auf 3-5-2 umgestellt. Daher liefen die Ratten wie folgt ein:

van Greven – Kaminiorz, Stadler, Gold – Schmidl, Sladky, Zenuni, Zanzinger, Nemeth – Havlik, Schramm M.

Von der Bank sollten Staudinger, Zinaldin und der vor-/nachnamenstechnisch verwirrende Hanspeter kommen. Coach Püsche mimte den Notnagel. Oder sollte ich eher Notpfosten schreiben?

Und so begann die Endstation sehr nervös und auch etwas unkoordiniert, konnte die Schwachphase aber kurz und ohne nennenswerte Bedrohung gestalten. Zenuni, diesmal im Mittelfeld als Unterstützung, schnappte sich den Ball, gab seinem Offensivdrang nach und ging in die Spitze. Dort ließ er nach ein paar Schritten Donauwalzer einen präzisen Flachschuss los, der neben der Stange einschlug. 1:0

Mit der Führung im Rücken wurde man im Zentrum wieder etwas nachlässiger und vertändelte einige Male unnötig den Ball. Auch wurde der von Coach Püsche gepredigte Seitenwechsel nahezu ignoriert. Dafür stand die wieder von Stadlerini organisierte Abwehr bombenfest und wurde von einem fantastisch mitspielenden van Grewen unterstützt. Vorne versemmelte man die paar Torchancen sehr unglücklich.

Kurz vor dem Pausenpfiff wollten sich die Straßenkinder per Fersler (unsere Germanen würden es hackentrick nennen) befreien. Der alte Fuchs Zanzinger überzuckerte die Situation und zog aus 18m ab. Da der gegnerische Goalie aber wohl zur Stelle gewesen wäre, nahm sich sein Vordermann ein Herz und packte erneut die Ferse aus. Der so abgefälschte Schuss markierte das 2:0.

Zur Pause nahm sich Nemeth zur Arbeitsvorbereitung aus dem Spiel – Staudinger übernahm. Zinaldin sollte Schramm M. positionsmäßig ersetzen, welcher Sladky in Personal vertrat.

Und es ging auch gleich zur Sache. Die Endstation konnte nurmehr durch Fouls gestoppt werden. So auch in Minute 51 an der Strafraumgrenze der Donaustädter. Zanzinger schnappte sich den Ball und versenkte das Runde im Eckigen. Genauer gesagt im rechten oberen Eck des Eckigen. 3:0

Danach – ohne das sich selbst auferlegte dritte Tor geschossen zu haben – wurde der Primkicker vom Feld genommen und durch den nächsten gelbschwarzen Neuzugang ersetzt. Unser Südtiroler mit der Namensverwirrtaktik Hanspeter (=Nachname) Urban (=Vorname) gab ein angesehenes Debüt im zentralen Mittelfeld und schickte in Minute 87 nochmals Zenuni auf die Reise. Diesmal versuchte dieser auch nicht mehr Havlik oder Zinaldin anzuspielen, was davor das eine oder andere Mal misslungen war, sondern ritzte das 4te Z in den Spielbericht. 4:0

Schön dann für den Coach folgende Worte aus den Mündern einiger Spieler zu hören: Wir waren eine Mannschaft! Wir bestehen nicht mehr aus Einzel- und Starspielern! Wir können große und viele Ausfälle Ausfälle verkraften! …

Das schweißt als Team zusammen. Genauso wie die Premiere des Zaungasts Peter Weese als Papa mit Baby, wie das Bier, das Plaudern – Diskutieren – Fachsimpeln danach.

Nächsten Freitag ist die Endstation dann wieder zuhause gefordert. Diesmal dann gegen den Tabellenführer Susa Vienna, der bei der Beobachtung durch Coach Püsche einen sehr starken Eindruck hinterlassen hat. Vielleicht kann da der ein- oder andere Fan bewegt werden uns lautstark zu unterstützen. Ich glaube, das könnte uns nicht schaden …

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