Das Frühlingserwachen der Endstation

Bei frühsommerlichen Temperaturen trafen sich die Endstation Hernals und die Streetkids am altehrwürdigen Postsportplatz zum 15. Meisterschaftsmatch der 1.Klasse C.

Bedingt durch einen 20 Mann Kader musste der Trainer Sepp Herberger vor dem Match die Würfeln fallen lassen, um Spieler so aus dem Kader zu eliminieren. Ein hartes, wenn gleich aber würdig und rechtesMittel(vgl. Weese, S. 3) um sich die Aufstellung zu erleichtern. Es wird gemunkelt, dass unser Coach diese Methode von seinem großen Vorbild und Förderer Goran Djuricin persönlich abgeschaut haben soll. Nun zum Match. Die Aufstellung brachte wie immer in diesen Tagen keine großen Überraschungen:

VanGerven

Sladky-Stadler-Gold(C)

Breit-Perzl-Schrammf-Nemeth

Schrammm-Dosek-Havlik

Die dieses mal hochkarätige Bank bildeten die klingenden Namen: Zenuni, Zanzinger, Hanspeter und Kaminiorz. Beide Mannschaften spielten mutig drauf los. Unsere falsche Neun Dosek bewies Übersicht und wechselte gekonnt die Seiten, welcher der rechte Mittelfeldspieler Breit direkt übernahm und mit der nötigen Wucht und Präzision ins lange Eck drosch. Nur 5 Minuten später wurde ein Angriff par excellence von hinten bis vorne durchgezogen und Lua Perzl durfte aus ähnlicher Position und mit ähnlich guter Schusstechnik den Ball ins lange Eck schießen. Erwähnenswert war auch dieses mal wieder, dass die Bälle souverän gespielt wurden, und nicht unkontrolliert nach vorne gedroschen wurden. Der Gegner lies sich jedoch nicht beirren und hatte einige schön herausgespielte Chancen. Was den zahlreichen Zuschauer_innen offensichtlich gefiel. Unseren Düsseldorfer Jung, der ja immer dann groß aufspielt wenn zahlreich Frauen am Spielfeldrand stehen, nützte die Möglichkeit sich ins Rampenlicht zu spielen und ins Herz der gesamten Frauschaft. Mit einer Wahnsinns Flanke auf den wieselflinken Tibor, lieferte unser Breit den Assist dazu. Was der Herr Nemeth jedoch damit anstellte, war wieder eine andere Liga. Im vollen Sprint, eine hohe 40 Meter Flanke direkt mit dem rechten Außenrist zu übernehmen und in einer Bogenlampe über den Torhüter zu schupfen, gleicht in Eleganz der Poesie eines Göthes. „Selbst sein großes Vorbild Niklas Süle hätte den nicht so gemacht“, erwähnte in diesen Moment der Kapitän und Pfadfinderführer Thomas Gold an. Wie dem auch sei, danach plätscherte das Spiel der Endstation etwas dahin. Unser Goali #VanGerven durfte sich einige Male auszeichnen und parierte und agierte auf sehr, sehr hohen Niveau.

Die Pause wurde genützt um ganze vier Mal zu tauschen. Für Stadler kam Kaminiorz, für Perzl kam Zenuni, Hanspeter für Dosek und für den sehr solide agierenden Christian Sladky kam Zanzinger. Schrammf rückte ins Abwehrzentrum und Schrammm ins Mittelfeld. Bedingt durch die zahlreichen Umstellungen plätscherte das Spiel so dahin. Beide Mannschaften waren konzentriert am Werk und boten den Zuschauer_innen eine abwechslungsreiche Halbzeit. Mit der Schlussphase fielen auch wieder Tore. Aber alles der Reihe nach. Zunächst starteten die Gäste. Mit einem wahren Traumtor, den auch unser #VanGerven, trotz einer gefühlten Flugzeit von 4 Sekunden, nicht zu entschärfen wusste. Offensichtlich reichte es unserem Kapitän. Völlig alleine gelassen ging er zur Ecke nach vorne. Havlik Bernardo, der die Ecke trat, hob den Ball gefühlvoll auf unseren einzigen Spieler im Sechzehner und der verwandelte im Stile eines Pfadfinderführers den Ball souverän. Vielleicht lag es daran, dass er ab jetzt immer das Leibchen brav und bieder, wie von Mutti gelernt, in die Hose einstrickte. Oder an dem Umstand, dass er auch wieder einfach mal ein Tor erzielen wollte. Man weiß es nicht. Den Schlusspunkt setzte der munter und frisch aufspielende dritte Mitbewohner der WG-Puff. Überlegt und gekonnt schob er seitlich in den Strafraum stürmend den Ball, an den verdutzten Torhüter, vorbei ins Eck. Schon vor dem Spiel, nahm sich der Hansi, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wird, vor ein Tor zu schießen. Danach war Schluss und es durfte die dritte Halbzeit gefeiert werden. Einen besonderen Dank sei den zahlreichen Zuschauer_innen (28!!!!) ausgerichtet. Ein Dank gilt auch allen Spielern, die nicht zum Zug kamen und trotzdem die Mannschaft unterstützten. „Es ist wirklich toll mit euch spielen und feiern zu dürfen“, merkte Schrammf gegen Mitternacht an. In diesem Sinne bis bald J

Literaturverzeichnis

Weese P. (2018). Kritik der reinen Vernunft und der Schweinezucht. Wien: Verlag junger Physiotherapeuten

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