Das Glück ist momentan nicht Schwarz-Gelb

Freitag Abend – der schwarz-gelbe Tag der Woche. Die Endstation lud zum ersten Heimspiel der Saison und ihrer legendären dritten Halbzeit!
Coach Püsche war nach kurioser Gelb-Roten (eigentlich gebührte dem austeilenden Schiedsrichter ein Disziplinarverfahren wegen nicht zustehender Präpotenz) im ersten Spiel gesperrt, er wurde von Goalielegende Ladi an der Linie vertreten und merkte bald, dass das Umadumstehen hinterm Wachler doch auch einige Konzentration benötigt. Aber dazu später.
Das Eintragen eines Assistenztrainers (so lautet das im Onlinesystem) entpuppte sich als erste Challenge, wurde aber von Mayer/Püsche letztendlich bewerkstelligt.
Danach wurde folgende Elf (wieder einmal durch letztendlich unbegründete Coronaverdachtsfälle durcheinandergewürfelt) auf den Kunstrasen geschickt:
Schachinger – Sladky, Resch, Steininger – Breit, Perzl, Schramm F., Hanspeter – Dosek – Schramm M., Priglinger
Auf der Bank nahmen Khalil, Gold, Weese und Zenuni Platz, Grasl als Ersatzgoalie durfte wegen unwahrscheinlicher Einsatzzeit auf der Tribüne postieren.
Diese war anfänglich noch eher schütter besucht, füllte sich aber in der ersten halbe Stunde auf letztlich knapp 50 Zuschauer – bewaffnet mit Trommeln und Tröten. Eine Stimmung, wie sie feiner nicht sein kann.

Nun zum Spiel: Anfänglich tasteten sich beide Gegner ab, wir versuchten wenig, der Gegner noch weniger – Ball halten war Trumpf. Nach 7 Minuten gelang uns die erste Offensivaktion. Ein abgefälschter Ball gelangt in den Rückraum, der Schuss geht aber daneben. Danach geht Perzl rechts durch – die Flanke wird vom Goalie heruntergepflückt. Kurz später eine der wenigen fragwürdigen Entscheidungen vom starken Schiedsrichter – der gegebene Freistoß wird aber von Schachinger stark gehalten.
10 Minuten gespielt und Dosek spielt einen langen Freistoß in die Box. Schramm kann aber keinen Druck mehr hinter den Ball bringen.
Danach fällt ein Schuss von Priglinger zu schwach aus.
Anders auf der anderen Seite: LGV bringt einen verdeckten Schuss an – leider zu verdeckt: 0:1.
Der nächste Freistoß von LGV ist sichtbarer und fette Beute für unsere Nummer 1. Nun probieren wir mehr, sind aber mit dem letzten Pass oder Schuss – diesmal Schramm M. – zu ungenau.
Auch Perzl scheitert knapp mit seinem Abschluss – äußerst unglücklich …
Endlich! Tröten und Trommeln werden lauter und beflügeln nun die Ratten. Wieder ist Priglingers Abschluss zu ungenau, jedoch gibt es diesmal für Dosek den Abpraller zu erben. Das 1:1 landet im Kreuz!

PAUSE – Die Ansprache bleibt dem Coach diesmal verborgen …

Zur Pause kommen Zenuni für Hanspeter (Priglinger wechselt nach hinten) und Weese für Schramm M.
Ebendieser Cevapcici tankt in seiner eigener Manier Richtung Strafraum und wird gelegt. Knapp, aber wahrscheinlich wirklich außerhalb des Strafraums. Leider bringt der Freistoß nichts ein.
Danach setzt es Halbchancen in 2:1 Verteilung, die alle nichts einbringen. Dazwischen wird Steininger für Khalil aus dem Spiel genommen. Schramm F. geht in die IV, Dosek als 6er, Zenuni auf die 10.
Nun Minute 66! Schachinger verletzt sich – sichtlich ein gebrochener Finger. Grasl beginnt sich fertig zu machen. Das ist aber Schiri und Mayer zu langsam. Ergo geht Sladky mit Torhüterüberwurf ins Tor. Interessanterweise wird Gold nicht für Schachinger eingewechselt, übernimmt dann aber selbst in Funktion des Vizepräsidenten das Kommando und wechselt sich dazu. 3 Minuten später ist Grasl bereit und geht statt Sladky ins Eckige. Dieser will ohne Goaliedress weiterspielen, wird aber durch die 11-Spieler-Regel der FIFA daran gehindert und verlässt frustriert das Feld.
Wieder versucht der Hernalser Kultverein das Spiel in seine Richtung zu lenken. Zenuni scheitert zweimal und auch Gold wird seinem Namen nicht gerecht.
Danach ein wahrscheinlich in dieser Form nicht ganz so gescheites Foul 25m vor unserem Strafraum mit anschließendem Tumult. Gelb sah allerdings nur Perzl…
Den resultierenden Freistoß aus 25m!!! versenkt LGV leider sehr schön und da dies in Minute 87 geschah und eine Nachspielzeit von Minus-1 gegeben wurde, konnte die Endstation nicht mehr reagieren und kassierte eine summasummarum unnötige Niederlage.

Diese galt es natürlich im schwarz-gelben Spezialgebiet (vor allem weil uns 1+mind. 3 Minuten gestohlen wurde) auszumerzen. Schicki, dem Grillmeister und Nina dem flüssigkeitsausgebenden Engel sein Dank wurde es noch ein traumhaften Abend und eine glorreiche Nacht.
Schachinger taucht mit Gott sei Dank nur wieder eingerenktem Finger wieder vom Spital auf dem Postplatz auf und feiert kräftig mit!
Wer sich erinnern kann, war nicht dabei! Mir hat jedenfalls meine Frau mitgeteilt, dass ich um 2:30 Uhr in beschwingtem Zustand den Weg ins Bett gefunden hätte …

Danke Burschen und Mädels (für die 3te Hz unerlässliche Gesprächs- und Feierpartnerinnen) – das ist unsere Endstation!!! Nächsten Samstag versuch ich selbst wieder euch an der Linie zum Sieg zu führen!

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