Der schwarz-gelbe Wurm

An einem schönen Sonntag abend ging es in der Leopoldau dieses Mal gegen die persischen Tricksler von Newroz.

Coach Püsche konnte diesmal seit Langem wieder einmal aus dem Vollen schöpfen, wiewohl der ein oder Andere angeschlagen war.

Das Spiel begann recht rasant und kam es zu Vorstößen auf beiden Seiten, wobei der Gegner schon gefährlicher war. Die Gelbschwarzen standen nicht nah genug am Gegner, der – am Ball überragend – dann oft nur mit einem Foul zu stoppen war. Der ein oder andere Warnschuss, eine Parade des herauseilenden Oldie-Goalie und nach einer Viertelstunde eine Gelbe für den anderen Oldie, Velharticky, waren zu verzeichnen. Nach neuerlichem Hin und Her folgte ein überfallsartiger Angriff der Endstation über links, Schramm M. tankt sich zwischen zwei Verteidigern durch und schließt mit einem satten Schuss ab. Das ergibt nicht nur die 1:0 Führung sondern auch eine Runde für die Mannschaft (Gratulation und besten Dank im Vorhinein!).

Nur fünf Minuten später wird ein zu kurzer Abschlag vom Gegner abgefangen. Sage und schreibe drei schwarz-gelbe werden ausgespielt und Mayer mit einem Lupfer auch noch überwältigt – 1:1. Bereits beim nachfolgenden Angriff kommt der Ball – teilweise mit Können, teilweise glücklich – über die Abwehr punktgenau auf den Stürmer, der sofort schießt. Der herauseilende Mayer muss den zweiten Treffer hinnehmen. Leider waren wir zweimal Zeugen überragender Fußballkunst.

Zur Pause kommt Schramm F. für den angeschlagenen Strobl O., Zowak ersetzt den schwer gelb-rot gefährdeten und aufopferungsvoll kämpfenden Velharticky.

Die Endstation kommt nicht so recht ins Spiel, bekommt weiter fleißig gelbe Karten (da der Gegner stets gefährlich ist) und jede Menge Freistösse, erarbeitet sich dann doch ein paar Chancen und hat zwei Mal den Ausgleich am Fuß. Dann eine Schreckenssekunde. Schramm dringt in den Strafraum ein, geht auf einen Pressball mit dem Torhüter und wird zusätzlich von einem Verteidiger bedrängt. Beim daraus resultierenden Abflug landete er unglücklich auf seiner zuletzt verletzten Hand und muss umgehend ausgetauscht werden (an dieser Stelle beste Genesungswünsche!). Iljic ersetzt den unglücklichen Schramm, wenig später kommt Havlik für Weese. Ein paar Minuten später muss die Endstation nach genialem Zuspiel den dritten Gegentreffer hinnehmen – gegen zwei ist auch Mayer chancenlos.

War die Partie schon hektisch, so wird sie jetzt noch hektischer. Der Gegner hat zwei Mal den vierten Treffer am Fuß – einmal kann sich Mayer auszeichnen, einmal trifft der Gegner das falsche Tor (das neben dem eigentlichen Tor hinter dem Spielfeld stand). Die Endstation gibt nicht auf, ist jetzt scharf wie eine Rasierklinge und – obwohl ein paar schon völlig blau sind – rennt vor, zurück du probiert alles. Nachdem mehrere Chancen vergeben werden (unter Anderem behindert man sich gegenseitig beim Kopfball oder schießt aus kurzer Distanz drüber) und der gegnerische Torhüter sich keine Blöße gibt, fällt in der Nachspielzeit doch noch der Anschlusstreffer durch Gold. Noch einmal werden alle Kräfte mobilisiert, aber die Konzentration ist dahin und der Ball kann nicht mehr gefährlich angebracht werden… dabei wäre Schmidt fast noch durch gewesen und wer weiß…

Schlussendlich war es ein Wahnsinns-Match auf hohem Niveau, bei dem die individuelle Klasse von drei Spielern des Gegners entscheidend war. Keiner muss sich was vorwerfen und auch wenn es blöd klingt…es hat Spaß gemacht. Leider ist halt der Wurm drinnen, hat man doch nun schon drei Spiele mit nur einem Tor Unterschied knapp verloren. Wir hoffen dennoch, dass der schwarz-gelbe Wurm der neue Fanartikel wird und sich nicht weiterhin im schwarz-gelben Spiel breit macht.

Übrigen ist es jetzt fix: 16. November, FCEH-Party – bitte vormerken…beim Feiern macht uns Keiner was vor!

3 Kommentare

  1. Guter Bericht und mir hats auch echt spaß gmacht. Zu sagen is vielleicht noch, dass es auch mein erster Treffer war und somit nach der niederlage wenigstens zwei runden am freitag abzuholen sind!

  2. Vielen Dank für die Ehrlichkeit…die Runde wird mit Dank und größter Freude entgegengenommen! Hätt schwören können, Du hast schon amal genetzt…

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