Dörby of Love und Flotter 3 war wohl nix

Es war wieder soweit! Wie jede zweite Woche in der Saison lud die Endstation Hernals zum Umtrunk ein und nebenbei wurde auch noch Fußball gespielt. Der Gegner war diesmal unser Trainingspartner Sektor 17.

Nach dem klaren Erfolg gegen die Salzburger Stiere die Woche zuvor, waren die Mannen um Starcoach Püsche top motiviert wieder einen Sieg einzufahren. Vor Spielbeginn hatte man schon das erste Erfolgserlebnis, denn statt einer Fanpalette, standen drei Paletten des flüssigen Golds zur Verfügung. Pünktlich und wie immer hochkonzentriert ging es in die Kabine und die ersten Zweikämpfe, um die schönsten Stutzen entbrannten. Die streng geheime Taktik des Püsche wurde in die Köpfe der Spieler implementiert und folgende Aufstellung wurde auf das grüne Parkett geschickt:

Paludo-Breit, Stadler, F.Schramm©- M.Schramm, Sladky, Perzl, Nemeth- Havlik, Zenuni, Zanzinger

Ersatzbank: Zinaldin, Van Gerven, Kaminiorz und der vom Heimaturlaub zurückgekehrte Weeselaki

Den Anstoß gewonnen, ging es gleich aggressiv nach vorne und in der ersten Minute gab es schon den ersten Volltreffer. Leider nicht ins Tor, sondern direkt in das Gesicht von Zenuni. Dieser musste benommen vom Platz und eine kurze Zeit behandelt werden. Aber die gelb-schwarzen ließen sich nicht beirren und es folgte eine sehr starke erste Halbzeit. Durch das Pressing setzte man den Gegner immer unter Druck und dieser konnte nur selten die eigene Hälfte verlassen. In der 9. Minute war es dann soweit. Perzl legte mal wieder seine Gummbeinchen an, umkurvte ein zwei Gegner, Doppelpass mit Zanzinger – Querpass- M. Schramm steht richtig und versenkt die Nudel eiskalt im Eckigen. Wie nach jedem Führungstor der Hernalser Ratten folgte eine kurze Schwächphase, in der man mit 2 Eigenfehlern dem Gegner 2 Chancen schenkte. Hier kann man nur dem Tormann Paludo danken, der mit einer Glanztat das Gegentor verhinderte. Nach dieser kurzen Phase der Unkonzentriertheit kamen die Ratten wieder ins Spiel und man spielte sich Chance um Chance heraus. Zenuni Stange, Havlik knapp über das Tor, Zanzingers Direktabnahme knapp neben das Tor und so weiter. Das Einzige was man den gelb-schwarzen vorwerfen konnte war, dass sie aus den vielen Chancen keine weiteren Tore erzielt hatten. Der Schiri pfiff (einer seiner wenigen Pfiffe) zur Halbzeit.

In der Halbzeit wurde Havlik durch Weese ersetzt und Sladky durch Kaminiorz.

Durch die Halbzeitpause war der Spielfluss der Ratten unterbrochen und man fand nur schwer wieder ins Spiel zurück. In Minute 58 brachte Breit auf der Außenbahn seinen Gegner zu Fall und es gab Freistoß. Der getretene Ball wird immer länger und findet am langen Eck leider des Gegners Bein. 1:1 durch Simon Erhart. Daraufhin brachte der Trainer für den müden, alten Zanzinger den jungen, frischen Van Gerwen.

Durch das 1:1 stand das Match/Püsche auf der Kippe.  In den nächsten paar Minuten hatte man das Gefühl, wer das nächste Tor schießt gewinnt das Spiel. In der 68. Minute wird Weese angespielt, dieser lässt absichtlich oder auch nicht den Ball gewähren und M. Schramm kann aus leicht Abseitsverdächtiger Position allein auf das Tor laufen. Als ob er sein ganzes Leben nichts anderes gemacht hätte, versenkt er die Wuchtel in der Pfanne. 2:1 die Fans toben, die Mannschaft liegt sich in den Armen. Vorsichtig ging es weiter und es kommt auf beiden Seiten immer wieder zu kleineren Chancen. In der 80. Minute ist es dann so weit. Weese kommt irgendwie zum Schuss, was in letzter Zeit nicht so häufig vorkam und der Ball zappelt im Netz.  3:1 die Messe war gelesen, dachten sich wohl die meisten der zahlreichen Fans. Denkste – Sektor 17 gibt nicht auf.

Zenuni verlässt den Platz und Zinaldin kommt.

In der 84. Minute erkämpft sich der Gegner einen Eckball. Der Ball wird scharf zur Mitte gebracht und Julius Rosenhan behauptet seinen Sektor und köpfelt aus zirka 10 Meter unhaltbar ins Eck. 3:2! Nur noch 6 Minuten zu spielen und irgendwie lag schon was in der Luft. 90. Minute: Stadler verfolgt seine Gegenspieler an der Outlinie entlang bis in den Strafraum, es kommt zum Kontakt und es gibt 11er. Tobias Dax verwandelt diesen souverän und es steht zum Entsetzen aller Fans, Spieler, Fledermäuse, Ratten und Trainer 3:3. Doch die Endstation gibt nicht auf und kommt noch einmal gefährlich vors Tor. Leider kann Weese die Chance nicht nutzen und es bleibt bei einem, aus Hernalser Sicht, bitteren 3:3.

Fazit: Gratulation an Sektor 17, die nicht lockerließen und somit sich diesen hart umkämpften Punkt auch verdient haben. Für die Endstation ist dieses Ergebnis natürlich nicht akzeptabel. Wer in der 80. Minute 3:1 führt darf sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen. Nichtsdestotrotz freuen sich die Ratten schon auf das Rückspiel gegen einen sehr fairen und kampfstarken Gegner.

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