Endlich wieder ein Sieg!

Zwischen März und Juni ist es am Freitag abend sehr wahrscheinlich, dass man ab 19:45 den FCEH bei der Jagd nach dem runden Leder bestaunen kann. In den meisten Fällen stehen auch die Chancen auf einen Heimsieg der Gelb-Schwarzen ganz gut.
Leider waren die letzten Spiele ein Beweis dafür, dass es für jede Regel auch Ausnahmen gibt. Allesamt wurden verloren.

Auch im Spiel gegen die Millionarios von Real sah es ganz danach aus, als ob der FCEH nicht aus seiner Krise finden würde: gerade einmal acht Minuten waren gespielt, da zappelte der Ball schon das erste Mal im Netz. Leider war es aber Mayer, der den Ball aus den Maschen holen musste, und nicht der gegnerische Tormann. Kurz zuvor hatte Dosek, der heute erstmals als Stürmer aufgeboten wurde, die erste Riesenchance für die Gelb-Schwarzen vergeben.

Den Fans, die zwar mittlerweile traditionell ein paar Minuten nach Spielbeginn eintreffen, heute aber wieder zahlreich gekommen waren, bot sich also wieder einmal ein mittlerweile leider sehr gewohntes Bild: die Endstation kämpft, die Tore schießt aber der Gegner. So auch nach 35 Minuten, als ein Schuss des Doppeltorschützen Steinbrecher abgefälscht und so unhaltbar für Mayer wurde – 0:2 (36.).
Die Lage schien aussichtslos, gegenseitige Schuldzuweisungen waren quer über den Platz zu hören, unsere Elf kam auch mit der harten Gangart nur schwer zurecht. Im Angriff hatte Figl zwei gute Chancen, verzog aber knapp.
Als Auer zwei Mal innerhalb weniger Minuten den vermeintlichen Anschlusstreffer erzielte, der Schiedsrichter es aber vorzog, den Treffer nicht zu geben („Phantom-Tor“ bzw. Hands) war die helle Aufregung in der FCEH-Mannschaft perfekt. Es schien sich wieder einmal alles gegen Gelb-Schwarz verschworen zu haben.

Doch die heiß ersehnte Wende, sie sollte an diesem Abend doch noch eintreten. Fekete schnappt sich an der Mittellinie den Ball, flankt den Freistoß in den Strafraum, wo Goalgetter Schmidt nur noch den Fuß hinhält – das wichtige 1:2 zum idealen Zeitpunkt (44.) gab wieder Auftrieb.

Welche Worte Coach Poschenreithner in der Pause gefunden hatte, wird wohl sein Geheimnis bleiben, aber nach der Pause kam die Endstation wie verwandelt wieder aufs Feld. Für Gold kam Velharticky ins Spiel, bei den Muschals gab es einen Brudertausch; Michi kam für Marcell.
Plötzlich spielte man ruhig, ohne Hektik und wartete auf die Chancen. Und die kamen: Freistoß Dosek, der Ball segelt in den Strafraum, wo Oliver Strobl das runde Leder noch abscherzelt, und der Ball findet den Weg ins Tor – 2:2 (53.). Jetzt hatte die Endstation das Momentum auf ihrer Seite. Irgendwie hatte man aber das Gefühl, als ob beide Mannschaften gerne gewinnen wollen, aber niemand bereit ist, dafür das letzte Risiko zu nehmen.

Erst in den letzten zehn Minuten wurde es wieder spannend, die Schlussphase entschädigte aber für den 25-minütigen leerlauf davor. Figl wird am 16er gefoult, es gibt halblinks Freistoß für den FCEH. Schmidt, Oliver Strobl und Dosek gehen zum Ball, um sich zu besprechen, wer ausführen soll. Nach kurzer Besprechung mischt sich Strobl unter die Leute in der Mauer. Dosek läuft an, steigt über den Ball, und Schmidt schiebt den Ball ins lange Eck (78.). Ein schönes Tor, bei dem viele im ersten Augenblick nicht genau wussten, wer denn jetzt der Torschütze war.
Erstmals führte die gelb-schwarze Truppe, aber ein Tor Vorsprung heißt immer Gefahr, dass man noch den Ausgleich bekommen könnte. So kam es diesmal aber nicht.
Wieder ein Foul an der Strafraumgrenze an Oliver Strobl, der heute als Antreiber im defensiven Mittelfeld eine außergewöhnliche Leistung zeigte. Wieder besprechen sich Schmidt und Dosek, diesmal täuscht Schmidt den Anlauf nur ansatzweise an, Dosek zieht durch und trifft (83.).
Spätestens jetzt war allen klar, wer hier als Sieger vom Platz gehen wird. Einen hatte die Endstation aber noch: Oliver Strobl und Dosek spielen volley einen Doppelpass durchs Mittelfeld, weiter Pass auf den eingewechselten Florian Strobl, dessen Schuss zunächst abgeblockt wird. Nach dem Abpraller sieht Strobl Michi Muschal ganz frei am Fünfer stehen, der lässt sich die Chance nicht entgehen und trifft (89.).

Ein Spiel, in dem es lange danach aussah, als ob der FCEH seine Pleiten-, Pech- und Pannenserie prolongieren würde, endete schließlich doch noch mit einem Sieg. Diese Partie wird Spielern und Fans wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Wie oft kommt es schon vor, dass die Endstation zu Hause 0:2 zurück liegt? Wie oft kommt es vor, dass ein 0:2 noch in ein 5:2 umgewandelt wird? Gab es in der Geschichte der Endstation schon einmal ein Phantom-Tor (wie jenes von Auer) oder vier (!) Tore aus Standards für Gelb-Schwarz?
Darauf kann fceh.net leider keine genauen Auskünfte geben. Wichtig ist aber, dass endlich wieder einmal drei Punkte eingefahren wurden.

0:1 Steinbrecher (8.)
0:2 Steinbrecher (35.)
1:2 Schmidt (44., Fekete)
2:2 O. Strobl (53., Dosek)
3:2 Schmidt (78., Freistoß)
4:2 Dosek (83., Freistoß)
5:2 Michi Muschal (89., F. Strobl)

FCEH:
———-Figl——————
——————-Dosek————
Ma. Muschal (46. Mi. Muschal)——O. Strobl——Püsche
Gold (46. Velharticky)——-Sladky——-Auer (62. F. Strobl)——Fekete (71. Paul)
—————-Schmidt—————————-
—————–Mayer———————

5 Kommentare

  1. Geile Tore, geile Pertie, geile Mannschaftsleistung, geile Fans und irgendwie macht selbst der Spielbericht geil =)…freue mich bereits auf die nächsten Spiele!!

  2. Vorsicht, Herr Auer hat Frühlingsgefühle!!! 🙂
    Bin stolz auf uns und es war wirklich außergewöhnlich nach den letzten Partien und den ersten 43 Minuten!
    Weiter so, holen wir uns die goldene Himbeere 😉

  3. …ich bin spricht jener zu sterben bereit und bitte nicht um mein leben…. so sah es schon schiller in seiner bürgschaft..aber da gab sich der freund für den freun her. auch die endstation gab sich der auflösung hin, nicht spielerisch, da tat man was möglich war, schoß wieder kein tor, bekam wieder aus 3 angriffen 2 dumme tore, nein schlimmer die mannschaft begann sich untereinander zu zerfleischen. angefangen hats eigentlich damit, dass genau das gemacht wurde, wovor ich eindringlich vor dem spiel gewarnt habe- provokation des gegners. geendet hats damit, dass doch zwei, drei mannen der mitstreiter anboten uns die knochen zu brechen. zum glück bliebs bei den verbalattacken, die endstation besinnt sich aufs kicken, kommt zum verdienten und zu diesem zeitpunkt überlebenswichtigen anschlußtreffer, und der gegener besinnt sich ebenfalls auf seine stärken, mauert hinten äußerst geschickt und versucht mit schnellen kontern zum erfolg zu kommen. was in der pause gesprochen wurde bleibt kein geheimnis, es war leider nicht viel: einerseits sind redepausen meinerseits gewollt, um einfach die hektik die auch zu diesem zeitpunkt noch in der mannschaft steckte rauszunehmen- falls aufgefallen, geb ich nach dem pausenpfiff den spielern immer einige minuten zeit, um all die angestauten „probleme“ rauszulassen- zu gering war leider die disziplin, um das was ausgemacht war auch durchzusetzten- 5 min redepause vor dem spiel würde es unheimlich erleichtern zumindest die aufstellung kurz durchzubesprechen, einige minuten in der pause, um die wechsel abzuhandeln. nun gut nach dem chaos in der pause, meinem fehler in der anfangsaufstellung auer in die abwehr zu stellen, womit ich weder ihm, noch der mannschaft einen gefallen erwiesen habe, war ich zwar ziemlich sauer, aber trotzdem überzeugt, dass es diesmal gelingen sollte. zu passiv erschien mir der gegner, zu „willig“ unser libero, der dann auch dank genialer mithilfe des gesamten teams, das spiel für uns entschied. geschimpft wurde nicht mehr, weder drinnen noch draußen (eigenkritik) gespielt wurde gut, das team war wieder ein team und plötzlich gelangen auch tore. verdienter hart erkämpfter sieg, wichtig gegen unten, noch wichtiger für (vielleicht) doch a bissl weiter vorne. am samtag werden wir mehr wissen in welche richtung es gehen soll.

  4. die augen meines bruders haben schon ziemlich geglänzt, als er von dieser partie erzählt hat – da hab ich wohl was versäumt… hoffe auf ein ähnlich FCEH-torreiches match am samstag. falls das wetter schön wird: bitte kämmen und schnäuzen – ich mach ein paar fotos (man könnt ja die website wieder mal ein bissl aktualisieren, warat net schlecht, so aus PR-sicht betrachtet). falls das wetter schlecht wird: bitte auch kämmen und schnäuzen, das haben sich die fans verdient! 🙂

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