Eventus bittet zum Schneewalzer

„Der April macht was er will“. Anscheinend liegt in dieser altbekannten Redewendung trotzdem ein Körnchen Wahrheit. Trotz der winterlichen Bedingungen, die an einen fast schon weihnachtlichen Feiertag erinnerten, begaben sich die Schwarz-Gelben Ratten in den 19ten Bezirk zum Start des 16ten Spieltages der DSG Unterliga B. Der Gegner war DSG Eventus Wien, mit dem man sich schon in der Vergangenheit Matches auf Augenhöhe lieferte.
Trotz anfänglichen Spekulationen, dass der Unparteiische das Spiel aufgrund der schwierigen Spielbedingungen absagen könnte, schickte Erfolgscoach Püsche folgende Startelf aufs Feld: Michi (G), Sladky – Stadler – Thurni – Goldi © – Andi, Mayer M. – Lua, Kramer – Mo – Dosek.
Nach dem Freischaufeln der 16ener und Outlinien, begann das einzigartige Fußballspektakel. Die Partie war zu Beginn sehr ausgeglichen und von Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Kaum 3 Minuten gespielt, rutscht bereits der erste Ball im Strafraum der Endstation direkt zum Gegner durch, der völlig überrascht die Kugel ins Tor schieben kann. Daraufhin war klar, dass das typische „Tiki-Taka“ oder auch „Klein-Klein“ Spiel der Endstation aufgrund der Bedingungen unmöglich war und man sich aus taktischen Gründen auf lange Bälle nach vorne konzentrierte, um Fehler der gegnerischen Abwehr ausnützen zu können. Gesagt, getan. In der 13. Minute wurde Kramer auf der rechten Seite durch einen langen Ball bedient, dieser legte die Kugel am Gegner vorbei und bediente den in der Mitte freistehenden Mo, der die Kugel problemlos zum 1:1 einschieben konnte. Kurz später musste der Libero der Endstation, Thurni, verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihm kam Hanspeter ins Spiel. Die restliche erste Halbzeit war von Fehlern und gut bis mäßig guten Grätschen geprägt, die aber zu keinen nennenswerten Aktionen führten.
Nach der wohl verdienten Halbzeitpause in der Kabine, begann die zweite Halbzeit mit einem Wechsel. Um etwas offensiver agieren zu können ersetzte Hartmann den erfahrenen Innenverteidiger Sladky. Spielerisch begann die zweite Hälfte mit dem bis dato bewährten Taktik mit hohen Bällen die gegnerische Abwehr zu verunsichern. Gleich zu Beginn kam die Endstation durch Lua zu zwei nennenswerten Chancen, aber beide Male ging der Ball aus 16 Metern nur knapp am Tor vorbei. Der Gegner scheint an der Taktik der Endstation Gefallen gefunden zu haben und versuchte es genauso mit langen Bällen nach vorne und erarbeitete sich so auch die ein oder andere Torgelegenheit. Diese konnten aber vom wieder mal gut aufgelegten Goalie entschärft werden. In der 74. Minute war es dann so weit. Ein scheinbar harmloser Ball aufs Tor der Endstation wurde vom Torhüter abgefangen, aber aufgrund der Bedingungen rutschte dieser irgendwie durch und konnte nicht mehr vor der Linie von der Abwehr geklärt werden. Neuer Spielstand 2:1. Daraufhin versuchte die Endstation noch offensiver zu agieren und brachte für Dosek Felber ins Spiel. Kurz darauf kam es zu einer kuriosen Strafraumszene. Lua tankt sich gekonnt auf dem schneebedeckten Spielfeld im 16er durch und wurde durch ein hartes einsteigen gestoppt. Leider fiel der vermeintliche Elfmeterpfiff aus. Auch in der 3ten Halbzeit wurde über diese Szene philosophiert, aber man konnte sich nicht auf eine klare Fehlentscheidung des Unparteiischen einigen. Kurz darauf lief die Endstation in zwei gut gespielte Konter und musste sich bis zum Schluss mit einer 4:1 Niederlage in die Kabine verabschieden.
Fazit dieser Partie: Das Ergebnis hätte auch zugunsten der Endstation ausfallen können. Doch das Leben ist kein Konjunktiv und deshalb gilt es nach der etwas längeren Osterpause beim anstehenden Heimspiel die nächsten 3 Punkte einzufahren. Abschließend ist noch zu erwähnen, dass die 3te Halbzeit wie gewohnt klar an die Endstation ging.

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