Glückloser Sonntagskick besiegelt erste Niederlage

Die Endstation ging mit folgender Startformation in das Spiel: 

Paludo – Velharticky, Stadler, Gold – Hanspeter, Schramm M., Thurnwald, Nemeth – Zenuni – Havlik, Priglinger

Anhand der Startelf kann man bereits erkennen, dass die Endstation gleich mehrere Stammspieler – an diesem zumindest wettertechnisch perfekten Fußballsonntag – vorgeben musste. Nichtsdestotrotz war von Anfang an klar, dass der Gegner in den bisherigen Spielen nicht zu überzeugen wusste und auch die dezimierte Endstation-Elf der Favorit in dem Match war. 

Zu Beginn war auch recht schnell ersichtlich, welche Mannschaft im Verlaufe des Spiels den Ton angeben sollte, denn die Abwehr des Gegners hatte beim Spielaufbau so ihre Probleme. Doch die kurze anfängliche Druckphase der Endstation fand schnell ein Ende und die Ratten kamen zunehmend unter Bedrängnis. Die Endstation agierte nicht mit der nötigen Ruhe und auch die Präzision im Passspiel war – sagen wir es mal so – überschaubar. Trotzdem kamen die Gelb-Schwarzen zu der einen oder anderen guten Möglichkeit. Die konkreteste Chance ergab sich wohl aus dem Zusammenspiel von Bernhard und David. Ein wunderbarer Ableger von Bernhard in den Rückraum übernahm David direkt – dieser traf den Ball auch perfekt, doch im Tor landete der sich absenkende Ball nicht. War es am Ende die Stange, oder doch die Latte? Ich weiß es nicht mehr. Doch die Pille, die die Endstation an diesem Sonntag schlucken musste, wurde zunehmend bitterer. Als Thomas mit einer wichtigen Grätsche den heraneilenden Gegner stoppen musste, passte der darauffolgende Freistoß exakt in den Winkel. Nach diesem Gegentreffer brauchte die Endstation eine Weile, um diesen Schock zu verdauen. Doch gerade gegen Ende der ersten Halbzeit wurde das Spiel der Hernalser Ratten wieder ansprechender. Mit einem Rückstand ging es dennoch in die Pause.

In der Halbzeit kam Zanzinger für Priglinger in das Spiel – vielleicht konnte an diesem Tag ein Standard durch Paul die Wende herbeiführen. Der zweite Durchgang war dann immer wieder geprägt von guten Vorstößen, die immer wieder Gefahr ausstrahlten. Doch der berühmte letzte Punch hat auch in der zweiten Hälfte gefehlt, zumal man auch den Gegner immer wieder zu guten Chancen kommen ließ. In der 61. Minute kam Weese für Thurnwald und dieser schaltete sich auch gleich gut in die Offensivbemühungen der Ratten ein. Doch außer einem erneuten Aluminium-Treffer durch Bernhard – er versuchte es diesmal mit dem Kopf – entstanden zu wenig konkrete Chancen durch die Ratten, sodass sie an diesem Tag das Spiel trotz einer kämpferisch guten Leistung am Ende nicht mehr drehen konnten und die erste Niederlage der Saison hinnehmen mussten. 

Zum Schluss muss man sich natürlich die Frage stellen, ob sich Coach Püsche – der sich die Uniform der Ratten bereits übergezogen hatte – nicht am Ende des Spiels doch noch selbst einwechseln hätte sollen. Doch ob er an diesem gebrauchten Fußballsonntag für den nötigen Punch gesorgt hätte, bleibt schlussendlich nur Spekulation. 

Und wie hat Mark Noble, der am Wochenende mit seinem Team aus London ebenfalls 1:0 verloren hat, nach dem Spiel gemeint: „Sometimes it just doesn‘t go for you“

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