Hernals grüßt Meidling

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Trotz ungewohnt später, sonntäglicher Anpfiffszeit, liefen die beiden Mannschaften pünktlich zur Prime Time, unter tobendem Applaus der Gästefans und des Präsidenten der Auswärtsmannschaft höchst persönlich auf das Spielfeld ein. Wie auch schon in den letzten Partien, war auch diesmal die Ersatzbank hochkarätig besetzt: Samer Zinalin, Paul Zanziger, Florian Strobl und der, vor allem in der zweiten Hälfte meist pfeilschnelle Offensivmann, Peter Weese. Doch auch die Startaufstellung konnte sich sehen lassen: Im Tor stand Michael Pongracz. Defensiv zentral verteidigten der wieder zurückgekehrte Filip Aistleitner, Andreas Steiniger und Thomas Gold, welcher das Team auch als Kapitän auf das Feld führte. Auf den Außenbahnen setzte Coach Mathias Püsche auf die beiden deutschen Legionäre Tibor Nemeth und Luke Schmidl. Im Mittelfeld spielte Lukas Perzel neben Simon Breit. Den Angriff, der gewohnt in Schwarz-gelb spielenden Endstation, bildete das Trio Esmir Zenuni, Martin Schramm und Bernhard Havlik. Betreut und taktisch eingestellt wurde das Team, wie gewohnt, von Coach Mathias Püsche. Nun zum Spiel:

Nach couragiertem Beginn der Endstation, in dem sich schon abzeichnete, wer die spielerisch stärkere Mannschaft am Feld war, fiel überraschend durch einen Elfmeter das 1:0 für die Hausherren. Quasi im Gegenzug gingen die Überlegungen von Coach Püsche, Nemeth auf der linken Seite aufzustellen, voll auf: Wie in der Kabine besprochen, stellte dieser seine Torgefährlichkeit unter Beweis und traf nach schöner Vorlage von Zenuni zum wohl verdienten Ausgleich. Den psychologischen Vorteil nutzend, erspielte sich die Endstation in den Folgeminuten mehrere Chancen, welche nur einmal in einem wunderbaren Spitztreffer von Esmis Zenuni gipfelte. Nun übernahm die Endstation immer mehr das Spiel und obwohl es Chancen auf beiden Seiten gab, lagen wir auch in dieser Statistik schon zu diesem Zeitpunkt klar voran. Zur Pause wurde der bis dato stark agierende Martin Schramm durch Peter Weese ersetzt. Die zweite Halbzeit begann leider ähnlich wie die erste: Wieder war es eine Standardsituation, diesmal ein Freistoß knapp außerhalb des Strafraums, der die Heimmannschaft jubeln ließ. Trotz Feldüberlegenheit der Endstation mussten wir in der 58. Minute sogar abermals einem Rückstand hinterherlaufen: Nach einem abgewehrten Eckball, hatte Tormann Michael Pongracz keine Chance, den volley übernommen Ball zu klären. Der viel gelaufene Bernhard Havlik verließ im Folgenden das Spielfeld und mit Paul Zanziger ersetzte ihn eine frische Offensivkraft. Die Endstation drängte nun auf den längst fälligen Ausgleich und belohnte sich dafür auch nur wenige Minuten später: Der eingewechselte Peter Weese besorgte das mehr als verdiente 3:3 sehenswert per Kopf.

Doch dann folgte der große Auftritt das Kapitäns: Thomas Gold, welcher sich in der ersten Halbzeit schon einige Male im gegnerischen Strafraum wiederfand, erlöste schließlich die Gäste und sorgte für Jubel auf der inzwischen besser gefüllten Tribüne. Nachdem er einen Pass des Gegners abgefangen hatte, legte er sich den Ball einmal, wie üblich, weit vor und versenkte den Ball eiskalt aus der Distanz im Tor. (Ein ganz heißer Kandidat für das Tor des Jahres.)

Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel etwas unruhiger, denn vor allem der Heimmannschaft war, aufgrund des 3:4 Rückstandes, nun ihre Nervosität deutlich anzumerken. Um in den eigenen Reihen Ruhe zu bewahren, verstärkte der erfahrene Florian Strobl die Abwehr zusätzlich – er kam für Andres Steininger. Nachdem sich Luke Schmidl über rechts durchtankte, traf Esmir Zenuni nur die Stange. Für diesen war das Spiel wenige Minuten später verletzungsbedingt vorbei – er wurde durch Samer Zianldin ersetzt, welcher noch für einige gefährliche Konter sorgen sollte. Meidling, welche nun gefühlt mit vier oder fünf Stürmern agierten, warf nun alles nach vorne und so ergaben sich im Minutentakt Konterchancen für die Schwarz-gelben. Peter Weese ließ die gesamte übrig gebliebene Verteidigung alt aussehen, sein Schuss aus kurzer Distanz verfehlte jedoch das Kreuzeck nur knapp. Wie schon das gesamte Spiel über ging es in den letzten Minuten noch einmal auf beiden Seiten hin und her. Nach einem Lattentreffer der Heimmannschaft, vollendete der eingewechselte Samer einen perfekt gespielten Konter. Erst als sich schon eine Schwarz-gelbe Jubeltraube gebildet hatte, wurde auf Abseits entschieden. In der letzten Aktion wurde Schmidl im Strafraum gefoult, spielte jedoch weiter und scheiterte (kläglich) am Torwart. Obwohl bei dem anschließenden Pfiff ein Strafstoß zu erwarten war, beendete der Schiedsrichter, zur Freude der Endstation, die heiß umkämpfte Partie. Lautstark verabschiedete sich der FC Endstation mit einem „Zicke-Zacke-Zicke–Zacke“.

Fast schon überflüssig bleibt es zu erwähnen, dass der sensationelle Tabellenführer und amtierende Meister der dritten Halbzeit, sich auch hier keine Blöße gab und dem Gegner wie erwartet keine Chance ließ.

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