Heroischer Kampf bleibt unbelohnt

Ein verregneter Samstagabend in Transdanubien. Irgendwie kennt man das unwirtliche Wetter bei Endstationspielen ja schon …

Die Voraussetzungen für dieses Spiel waren alles andere als erfolgversprechend. Viele Verletzte, zudem auch einige ungewohnte Absagen, eine davon aber durchaus erfreulich. Langzeitkapitän Greil durfte seine Katja bei der Geburt derer beider Julia unterstützen! Auch an dieser Stelle nocheinmal herzlichste Gratulation!!! Auch stellte dieses schöne Ereignis alle Aufstellungs“sorgen“ bei weitem in den Hintergrund.

Trotzdem waren dadurch zeitweise nur 11 Mann im Kader, inklusive dem schon aussortierten Coach Püsche. Doch Meistertrainer Fekete und die Muschalbrüder machten sich kurzfristig frei und unterstützten Schwarzgelb. Das ist halt dieser legendäre Endstationgedanke …

Zwar waren nun mehrere Alternativen in Spiel und Aufstellung möglich, auch entschlossen sich Muschal Mi und Zowak kurzfristig den Tormannposten zu wechseln, trotzdem hielt Coach Püsche an seinem Konzept fest aus einer massiven Defensive mit 3 Freigeistern zu agieren.

In der Kabine wurde das 4-3-1-2 noch erörtert und mit folgenden Personen besetzt:

Muschal Mi.  –  Gold, Schmidt, Krawinkler, Strobl F.  –  Havlik, Iljic, Zowak  –  Fekete  –  Lust, Weese  –  Bank: Muschal Ma., Paul, Püsche

Wichtig wäre den Raum eng zu machen und schnelle Gegenstöße zu probieren. Die Analyse des Gegners ergab nämlich flinkes Kombinationsspiel durch die Mitte. Keine hohen Bälle und wenig über die Flügel. Dem sollte konsequent und diszipliniert entgegengehalten werden.

Und so war es auch! Gratulation an die 7 Mannen da hinten! Entweder der Gegner blieb in der 3er-Kette oder aber in der dahinterplatzierten 4er-Kette hängen. Torchancen waren mehr oder weniger nicht vorhanden! In Hälfte 1 fand Blue Danube einen einzigen Hochkaräter vor, die Endstation konnte 2 Halbchancen verbuchen.

In der Pause wurde die Fortführung der Taktik beschlossen, auch wenn natürlich die Offensive sehr ausgehungert war. Aber ein Punkt würde schon ein Erfolg sein und uns wahrscheinlich die rote Laterne abgeben lassen. Vorallem die ersten 10, 15 Minuten wären entscheidend schlussfolgerte Coach Püsche.

Er sollte leider falsch liegen! Die Endstation ließ weiter keine Chancen zu. Muschimi hielt, was zu halten war – was nicht viel war. Die Innenverteidigung stand bombensicher, Strobl zog oft helfend nach innen, während Zowak die Aussenbahn absicherte. Havlik machte halbrechts alles dicht, so konnte Gold neben bärenstarker Defensivleistung auch Akzente nach vor setzen. Fekete gab eine bravouröse Leistung als Schaltzentrale, während Lust und Weese immer wieder Richtung gegnerischen Strafraum starteten.

In Minute 62 kam dann Paul für den aufopfernd kämpfenden Iljic, in der 69ten Muschal Ma. für den nun schon von Krämpfen geplagten Lust. Während Paul 1:1 die Position übernahm, kämpfte nun Muschal Ma. auf links. Zowak wurde in den Sturm vorgezogen.

Der Gegner war frustriert nicht durch die gelb-schwarze Mauer zu kommen und agierte immer offensiver. Und so ergaben sich auch vermehrt Konterchancen. Leider wurde keine perfekt zu Ende gespielt. Es wieder einmal ein typisches Tor, das die Niederlage einleitete: Zweikampf auf unserer rechten Seite, wo Gold für den Geschmack des Schiedsrichters, dem aber grundsätzlich ein Lob für die gebotene Leistung gebührt, etwas zu viel den Körper inklusive Arm einsetzt. Der Gegner setzt zu einer langen Flanke in den Strafraum an und trifft ohne weitere Berührung über Muschimi hinweg ins lange Eck. Kein Vorwurf – das Tor hätte jeder unserer Goalies bekommen – auch wenn das Zowak anders sieht ;-)!

Die Endstation verlor trotzdem nicht das taktische Konzept, obwohl man natürlich offensiver wurde. Lang hielt das Fekete aber nicht mehr durch – er ließ sich völlig entkräftet austauschen. So kam auch noch Püsche zu einem 7+2 Minuteneinsatz.

Zugegebenermaßen muss erwähnt sein, dass Blue Danube nun noch 2 Großchancen vorfand, auch weil Püsche am Feld noch Schmidt in den Sturm beorderte, jedoch auch eineinviertel schwarzgelbe Ausgleichsmöglichkeiten seien erwähnt: Erstens ein Freistoß 20 m vor dem Tor, den Zowak abfeuerte. Leider hatte die Haarspitze eines Transdanubiers etwas dagegen, dass der Ball direkt aufs Gehäuse ging. Das wäre brandgefährlich gewesen. Der direkt darauf folgende Eckstoß wurde von Püsche leider etwas zu kurz angetragen und endete 10cm neben der Stange. Damit war das Spiel abgepfiffen und die Herbstsaison beendet.

Da unsere direkten Konkurrenten im Tabellenkeller ebenfalls verloren, jedoch die knapp besseren Tordifferenzen haben, werden wir mit der roten Laterne überwintern müssen. Allerdings punktgleich mit dem 10ten und 11ten, 2 Punkte hinter dem 9ten Tabellenrang – also alles drinnen.

Überzeugt, auch ob der gebrachten Leistung, ist die gesamte Mannschaft im Frühjahr den Abstieg verhindern zu können. Das Glück war uns diesen Herbst oft nicht hold, der Verletzungs- und Absagenteufel zu präsent.

Aus schwarzgelber Sicht steht noch die Weihnachtsfeier am 20.12. an. Ort wird vom Präsidenten noch bekanntgegeben. Vielleicht treffen wir uns auch noch mal am Christkindlmarkt, das hat sich letztes Jahr bewährt …

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