„last-minute“-Krimi gegen die Kernölstürmer

Wir schreiben den 18.10.2013 und die Endstation hat in der laufenden Meisterschaft  nach 6 Runden gerade einmal einen Punkt stehen. Dementsprechend heiß war die (diesmal halbwegs vollständige) Hernalser Truppe, endlich den Bann zu brechen, auch wenn klar war, dass der Gegner – Unisturm, die Steirer Buam aus der Brigittenauer Gruabn –  kein schlechter ist.

Die erste Halbzeit war geprägt von einigen Halbchancen auf beiden Seiten. In Erinnerung blieben  eine Gelbe für Greil in Minute 5, ein gefährlicher Schuss von Zowak aus gut 35 Metern, zwei (zu Recht) nicht gegebene Tore für die Endstation, ein Schwächeanfall von Muschi Mi.:-) im gegnerischen Strafraum und Vorstöße über die  Seiten sowie einige Eckbälle. In Summe stand der Gegner recht sicher.  Auf der anderen Seite waren es vor allem die Ecken und Einwürfe, die der FCEH-Mannschaft Kopfzerbrechen bereiteten, aber schlussendlich nichts einbrachten.

Zur Pause kam Strobl F. für den angeschlagenen Greil, wenig später Weese für Velharticky, dann  noch Lust für Havlik. Die Hernalser übten nun mehr Druck aus, der Gegner versuchte jedoch stets schnell umzuschalten und Konter zu fahren. Mitte der Halbzeit das Comeback der Saison: Der heute sehr quirlige Zowak mach Platz für Dosek, der sich nun schon sehr lange alles aus der Loge anschauen musste! Die Chancen wurden mehr und zwei Mal hintereinander kam man im Strafraum zum Abschluss, doch immer war ein steirisches Bein dazwischen. Kaum war wieder so eine Chance vergeben, kommt der Gegner mit einem Outeinwurf in den heimischen Strafraum, ein Missverständnis in der Abwehr, ein Getümmel, leider kein Hernalser Bein dazwischen (im Gegensatz zur Szene davor auf der Gegenseite) und Mayer ist beim Schuss aus 10 Metern in der 75. chancenlos. Es folgten weitere wütende Angriffe des FCEH und tatsächlich konnten die 30 (!) angereisten Fans in der 89. über den Ausgleich von Krawinkler per Kopf nach Eckball jubeln (könnt a Runde sein, oder?).

Sichtlich beflügelt wollte man noch den Siegestreffer erzielen, doch der perfekt konternde Gegner kommt an die Strafraumgrenze und anstatt den Ball wegzuschießen, wird versucht diesen unter Kontrolle  zu bringen. Das Resultat ist ein missratener Rückpass, den  Mayer mit der Hand wegschlägt. Der Schiri entscheidet auf indirekten Freistoß im Strafraum. Der wird abgeblockt, jedoch wiederholt. Der zweite Versuch versetzt alle in eine  Schockstarre. Der Gegner kann nicht gehindert werden den Ball in der 92. zum unverdienten 1:2 im Gehäuse unterzubringen.

Auch wenn Gegner wie Schiris als auch Zuschauer wissen, dass diese Niederlage völlig wider dem Gesehenen ausgefallen ist … nützt es ja doch nichts. Es ist die mittlerweile vierte Niederlage mit einem Tor Unterschied. Stets fielen die Tore in den Schlussminuten, was auf ein „Kopf“-Problem schließen lässt. Man muss aber auch definitiv sagen: Das Glück ist ein Vogerl, das diese Saison nicht aus Hernals kommt.  Zumindest hat sich diesmal niemand verletzt und auch der zuletzt unsanft gelandete Schramm M. ist laut eigener Aussage bald wieder dabei!

Also heißt’s: Abwarten und Bier trinken, was wir auch umgehend getan haben. Erst am 4.11. bietet sich wieder die Chance uns und den Fans ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*