Musst du erstmal machen

Wie war die Ausgangslage für das 7. Meisterschaftsspiel der Endstation? Nun, da waren zunächst die etwas unwirtlichen Koordinaten: Sonntag Abend, gefühlte zwei/gemessene neun Grad, Penzing. Da war aber auch das 0:7 aus dem vorigen Heimspiel. Es galt also, den Umständen zu trotzen und gegen die DSG Idee zu punkten.

Coach Püsche motivierte die folgende Mannschaft im gewohnten 3-4-1-2 aufs Feld: Paludo – Sladky, Stadler, Schramm Flo (C) – Hanspeter, Perzl, Zanzinger, Nemeth – Schmidl – Zenuni, „Mo“ Khalil. Auf der kalten Bank nahmen Platz: Gold, Priglinger-Simader, Thurnwald, die angeschlagenen Breit und Weese, sowie Coach Püsche selbst. 

Die, die öfters hier reinlesen, werden es bemerkt haben: Es war das lang ersehnte Debüt von Mohamad „Mo“ Khalil. Und viel besser kann ein Debüt eigentlich auch nicht verlaufen. Aber der Reihe nach. Das Spiel begann etwas holprig; es war der Endstation anzumerken, dass sich die Sicherheit im Aufziehen ihres Spiels erst wieder etwas finden musste nach zuletzt zwei dürftigen Spielen. Doch man war, ebenso wie der Gegner, bemüht. Die ersten Halbchancen spielte sich der Gegner heraus, als zündend sollte sich jedoch erst nach etwa zwanzig Minuten die Idee zweier Endstationäre erweisen: Assistmaschin Paulinho Zanzinger lupfte Lokomotive Tibor Nemeth, der ja bekanntlich Schienen auf der Außenbahn verlegt, in den Galopp, und dieser überlupfte wiederum gekonnt den herauseilenden Idee-Torwart… 1:0! Ein bekanntes, wärmendes Gefühl stellte sich bei den wenigen tapferen Zuschauern ein: Die Endstation führt, die Pässe rollen wieder, der Swag ist wieder da. Jedoch hielt die Idee weiterhin dagegen, wodurch sich ein zwar von den Hernalsern bestimmtes, keinesfalls aber einseitiges Spiel entwickelte. Um dieser Aussage Ausdruck zu verleihen, genügt ein Blick auf die weiter unten angeführte Match-Statistik, die an diesem Abend erstmals und exklusiv aufgenommen wurde. Nun ja, als allerdings alles bereits auf den Pausenpfiff wartete, hatte es sich Mo Khalil noch einmal anders überlegt. Bedient von Zanzinger (auch wenn später Schmidl die Scorerpunkte für sich reklamieren wollte – dem Statistiker entging an diesem Abend nichts) schloss er eiskalt zum 2:0 ab. Chapeau!

Hier also die Auswertung der 1. Halbzeit:

.                DSG Idee              FCEH

Schüsse         8                          6

aufs Tor         3                          4

Ecken             3                          3

Abseits           1                          6

Chancen        4                          5

Was zeigt sich hier? Zum einen die größere Effizienz der Endstation angesichts des Spielstandes. Zum anderen aber auch eine deutliche Überlegenheit in der Abseitswertung (hier hielt sich Bomber Zenuni an diesem Abend des Öfteren auf).

In Halbzeit zwei stellte Püsche um: für den soliden Flo Schramm kam Gold in die Abwehr, der auch gleich die Kapitänsbinde übernahm. Für den engagierten Schmidl kam Thurnwald. Und die Endstation knüpfte exakt dort an, wo sie aufgehört hatte. Keine drei Minuten dauerte es, ehe Mo Khalil seinen Doppelpack schnürte und zum 3:0 abschloss. Auf der Tribüne fragte man sich nun, ab wann der genaue Zeitpunkt eigentlich eintritt, wenn der Kas bissen ist. Doch dem war nur bedingt so. Die Idee ließ weiterhin nicht wirklich locker, spielte sich Chancen heraus, scheiterte jedoch entweder am sehr gut aufgelegten Paludo oder an der insgesamt, trotz einiger Wackler mit Unterhaltungswert, grundsoliden Abwehrreihe. Erneut zeigte sich auch bald die wiedergefundene Kaltschnäuzigkeit im Spiel der Hernalser: Zenuni staubte trocken zum 4:0 in der 54. Minute ab. Danach kam Priglinger-Simader für den antriebsstarken Perzl ins Spiel und die Endstation übte sich im Verwalten. Wie der Blick auf die Statistik zeigt, gelang dies (Stichwort zugelassene Schüsse) nicht immer, was aber auch daran lag, das die Idee sich nicht geschlagen geben wollte, und immer noch attackierte. So gelang in der 70. Minute auch noch das 4:1 durch einen unhaltbaren Schuss im Strafraum, und später noch ein Stangenschuss. Die Endstation musste dagegen halten. Der gut kämpfende Thurnwald holte sich dementsprechend eine gelbe Karte, ebenso der unermüdliche Hanspeter, der seinen Offensivdrang in der zweiten Halbzeit kaum im Zaum halten konnte. Es blieb aber beim 4:1 Endstand. Hier die Statistik zur zweiten Hälfte:

.                DSG Idee              FCEH

Schüsse        17                        4

aufs Tor       10                        2

Ecken            5                         1

Abseits          0                        3

Chancen      10                        7

Fazit: Ein super Debüt für Mo, ein solider Auswärtssieg – die Endstation ist wieder da! Die Party kann weitergehen, schon am kommenden Freitag, beim Heimspiel gegen die Eintracht Burenwurscht. Auf geht’s! 

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