Verdienter Punkt nach Aufholjagd

Ein packendes Duell zweier spielstarker Teams endete am Sonntagabend mit einem leistungsgerechten 3:3-Unentschieden. In der Anfangsphase dominierten die Vienna Vibes mit hohem Ballbesitz und gefährlichen Steilpässen in die Spitze – angeführt von ihrem spielstarken Innenverteidiger Maximilian Gfrerer, der das Aufbauspiel der Gastgeber souverän dirigierte.

Endstation Hernals tat sich zunächst schwer, Zugriff zu finden. Nach einer Flanke von links war es Seeböck, der an der zweiten Stange völlig frei einköpfte – 1:0 (24.). Nur wenige Minuten später erhöhte Gfrerer per Strafstoß auf 2:0 (33.), nachdem ein umstrittener Pfiff des Schiedsrichters Ludvigh für hitzige Diskussionen sorgte: Verteidiger Ortbauer hatte klar den Ball gespielt, doch der Unparteiische sah ein Foulspiel.

Kurz vor der Pause meldeten sich die „Ratten“ eindrucksvoll zurück: Mario Rzucidlo setzte zu einem unwiderstehlichen Sololauf an, ließ zwei Gegenspieler stehen und traf flach ins rechte Eck – 2:1 (45.).

Trotz mahnender Worte in der Kabine erwischten die Vibes den besseren Start in Hälfte zwei: Müller traf aus spitzem Winkel zum 3:1 (56.). Doch die Antwort der Endstation ließ nicht lange auf sich warten. Mit aggressiver Zweikampfführung und viel Willen kämpften sich die Hernalser zurück ins Spiel.

Nach einem verunglückten Klärungsversuch der Heimabwehr zog erneut Rzucidlo trocken ins lange Eck ab – 3:2 (61.). Nur vier Minuten später schnappte sich Max Zwinz im Pressing den Ball, bediente den durchstartenden Rzucidlo, und der vollendete eiskalt zum 3:3-Ausgleich und persönlichen Hattrick (65.).

In der Schlussphase wogte das Spiel hin und her, geprägt von harten, aber fairen Zweikämpfen. Beide Teams hatten Chancen auf den Lucky Punch, doch weder Urban Hanspeter noch Seeböck konnten ihre Möglichkeiten nutzen. Nach 90+4 Minuten beendete Schiedsrichter Ludvigh die intensive Partie – nicht ohne Diskussionen über seine Linie.