In der 8. Meisterschaftsrunde ging’s auf der Gruam im 20. Hieb gegen niemand Geringeren als den Tabellenführer Nepomuk. Letztes Jahr spielten beide Mannschaften noch gegen den Abstieg. Das sieht heuer ganz anders aus. Anfangs gab’s aber bei der Endstation noch Sorgen, ob überhaupt genug Leute zusammenkommen – krank, verletzt, Urlaub, auf Tauchstation – das volle Programm. Doch am Ende stand eine schlagkräftige Truppe am Platz, motiviert und mit breiter Brust nach den letzten guten Auftritten. Die Endstation wollte sich ordentlich reinhauen und zeigen, dass man auch gegen den Spitzenreiter dagegenhalten kann.
Aufstellung Endstation Hernals:
Kastrati – Aistleitner, Frömel, Gold – Rzucidlo, Ortbauer, Schmidt, Sacken – Krobath, Zwinz, Wirlinger
Spielverlauf:
Nepomuk begann druckvoll und zeigte gleich, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Trotzdem hatte die Endstation die erste große Chance – und sogar den Ball im Tor! Der Jubel war groß, aber kurz: der Schiedsrichter sah ein Stürmerfoul und nahm den Treffer zurück. Fraglich, aber hilft nix.
Im Gegenzug zeigte Nepomuk, wie’s geht. Zwei schnelle Konter, zweimal eiskalt abgeschlossen – 0:2. Die Endstation suchte noch die Ordnung, während die Hausherren schon jubelten. Zwischenzektlich musste auch noch Kastrati mit einer Wadenblessur verletzt ausgetauscht werden gegen Ulloah. Nur dank einiger starker Paraden von beiden Gorhütern blieb es zur Pause beim Zwei-Tore-Rückstand. Wir kamen kaum kontrolliert nach vorne und es kam jede Kugel schnell retour.
Nach dem Seitenwechsel kam frischer Wind: Umgestellt, mehr Druck nach vorne und Caraba für Gold – und das zahlte sich zunächst aus. Sebastian Wirlinger vollendete einen Druckphase 10 Mknten nach Wiederbeginn zum 1:2 mit eine abgefälschten Schuss und plötzlich war das Momentum da. Untermauern sollten dass dann noch Bobrovnikov und Weese, die frisch kamen. Kurz roch es nach Ausgleich, doch dann folgte die kalte Dusche: ein perfekt ausgespielter Angriff, schnelle Spielverlagerung, und schon stand’s 1:3 in Minute 66.
Danach war die Luft draußen. Nepomuk spielte wie ein Tabellenführer, die Endstation verlor ein wenig den Faden. Daran konnte Rotter auch nichts mehr ändern. Drei weitere Treffer später hieß das ernüchternde Ergebnis 1:6. Bitter, aber ehrlich gesagt: der Gegner war einfach eine Klasse besser.
Nach Abpfiff meinte Edgar trocken:
„Hinten unten tut’s mir heut ordentlich weh…“
Die alten Hasen wussten gleich, was Sache ist:
„Na eh, bei sechs Stück brauchst net lang suchen…“
Trotzdem – Kopf hoch, abhaken, weitermachen.
Nächste Woche geht’s weiter, alles weiter angerichtet für eine tolle Saison.
