Schon wieder ein Last-Minute-Sieg

Der Kampf um die Spitzenplätze der DSG Unterliga B führte die Endstation ins direkte Duell gegen die Wiener SK Lation. Auch wenn die Hernalser einen relativ komfortablen Vorsprung auf die Hausherren hatten, war man vor den Qualitäten gewarnt und wusste aus vorherigen Duellen, dass es auf und neben dem Platz hitzig werden könnte. Interimstrainer Stadler schickte folgende Elf aufs Feld:

Ulloa

Gold(c)  – Resch – Frömel – Nessler

Menschik – Ortbauer

Schorr – Voraberger – Sacken

Krobath

Von Anpfiff an zeigte sich, dass sich die Hernalser Ratten perfekt auf das Spiel vorbereitet und eingestellt hatten. Punktgenaue, lange Bälle von Resch, vor allem auf die linke Seite, sorgten für genausoviel Unruhe bei den Gegnern, wie traumhafte One-Touch-Kombinationen über viele Stationen. Eine solche sorgt auch für den verdienten Führungstreffer (24‘): Frömel schickt Sacken auf die Reise, der spielt den Ball direkt in die Mitte, wo Schorr über den Ball springt. Direkt hinter ihm läuft Krobath ein, der dann aus 12 Metern cool ins Eck vollendet – 1:0, ein Tor wie aus dem Lehrbuch!

Auch die restliche erste Halbzeit war von endstationellen Doppelpässen, Kombinationen und Spieleröffnungen geprägt, nur selten konnten die Lationer Nadelstiche nach vorne setzen – und selbst dann war Ulloa zur Stelle.

Mit dem Seitenwechsel wendet sich aber das Momentum zunehmend in Richtung der Hausherren. Die Endstation schafft es kaum Zweikämpfe zu gewinnen, holt kaum zweite Bälle und wirkt im Allgemeinen einfach immer einen Schritt zu spät. Auch die Einwechselungen von Rzucidlo und Bobrovnikov fruchten noch nicht – noch…

Auch wenn die Endstation immer noch versucht, die wenigen Umschaltsituationen, die sich Ihr bietet zu nutzen, dabei jedoch zu ungenau oder überhastet agiert, werden die Lationer, angetrieben von Megafon und Sprechchören gefährlicher. Mit der einzig zwingenden Chance gelingt dann auch der Ausgleich – eine starke Einzelaktion des gegnerischen Mittelfeldspielers- und plötzlich ist alles wieder offen (69‘).

Doch die Endstation beweist ein weiteres Mal, was sie diese Saison ausmacht – endloses Durchhaltevermögen und grenzenloser Optimismus. Wechsel von Loibl und Beiwl bringen noch einmal neuen Schwung hinein, und nach einem Vorstoß von Bobrovnikov gibt es Freistoß an der Strafraumgrenze…

Der doch recht spitze Winkel hält Rzucidlo nicht davon ab, sich ein Herz zu nehmen. Er trifft den Ball perfekt und die Endstation-Bank und Zuschauermenge explodiert, als der Ball genau im langen Eck einschlägt – 2:1 (92‘)! Der Jubel kennt kaum Grenzen, die Endstation schafft es wieder, sich spät, aber doch zu belohnen und die 3 Punkte mit nach Hernals zu nehmen.

Dort empfängt man kommenden Sonntag den Tabellenführer und Ligadominator DSG Nepomuk, doch auf dem Postsportplatz sind die Hernalser Ratten noch ungeschlagen – und man wird alles dafür geben, dass das auch so bleibt… wir freuen uns!