Falcons bestrafen fehlende Effizienz – Endstation unterliegt nach langer Unterbrechung 1:2

In einer intensiven Partie auf ungewohnt großem Feld musste sich Dsg Endstation Hernals den DSG Vienna Falcons mit 1:2 geschlagen geben. Trotz phasenweiser Überlegenheit und einer klaren Druckphase nach der Pause fehlte es den Gästen letztlich an der nötigen Kaltschnäuzigkeit.

Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gastgebern – allerdings weniger durch klare Chancen als durch die Orientierungsschwierigkeiten der Hernalser. Endstation brauchte rund zehn Minuten, um sich an die Dimensionen des Spielfelds anzupassen, fand danach aber zunehmend besser in die Partie und übernahm phasenweise die Kontrolle.

Dennoch gingen die Falcons in Führung: Ein einfacher langer Ball hebelte die Endstation-Defensive aus, Fabian Schlosser lief allein auf Torhüter Martin Ortbauer zu und schob in der 32. Minute souverän zum 1:0 ein. Endstation zeigte sich davon wenig geschockt und kam rasch zu guten Möglichkeiten. Die beste vergab Viktor Bobrovnikov, der nach einem Stellungsfehler frei vor dem Tor auftauchte, den Ball jedoch neben das Gehäuse setzte. Auch ein Freistoß von Leonhard Voraberger blieb in der Mauer hängen.

In der 39. Minute folgte schließlich der verdiente Ausgleich: Nach Vorarbeit von Cornelius Krobath traf Pietro Brussich zum 1:1. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel brachte Endstation mit Ortbauer, Sacken und Zwinz frische Kräfte – doch das Spiel wurde jäh unterbrochen. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld verletzte sich ein Falcons-Spieler schwer (Bruch von Elle und Speiche), was eine rund 30-minütige Unterbrechung samt Ambulanz-Einsatz nach sich zog.

Nach Wiederanpfiff präsentierte sich Endstation als klar spielbestimmende Mannschaft. Die Gäste erhöhten den Druck deutlich, erspielten sich mehrere Halbchancen und drängten die Falcons tief in die eigene Hälfte. Doch trotz rund 15 Minuten Überlegenheit blieb der Torerfolg aus.

Stattdessen nutzten die Gastgeber eine Unachtsamkeit eiskalt aus: Nach einem zu kurz geratenen Abstoß landete der Ball direkt bei Daniel Helbl, der die Situation erkannte und in der 63. Minute flach zum 2:1 einschob.

In der Schlussphase war beiden Teams der Kräfteverschleiß auf dem großen Feld anzumerken. Während die Falcons zunehmend körperliche Probleme bekamen, stemmte sich Endstation weiter gegen die Niederlage. Vor allem nach Standardsituationen – unter anderem durch Orti und Zwinz – ergaben sich noch Möglichkeiten auf den Ausgleich, doch die letzte Präzision fehlte.

So blieb es am Ende beim knappen, aber effizienten 2:1-Erfolg der Falcons, die ihre Chancen konsequenter nutzten, während Endstation für eine starke Phase nach der Unterbrechung nicht belohnt wurde.