Irre Aufholjagd –  aber trotzdem nicht nur Glücksgefühle

Eine Woche nach der ersten Heimniederlage der Saison gastierten die Hernalser Ratten bei Nachzügler Play Together Now. Mit der Extramotivation wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren und den Kampf um Platz 2 noch einmal heiß zu machen startete folgende Elf in die Partie:

Ulloa

Gold (c) – Resch – Schmidl – Nessler

Aistleitner – Brussich

Zwinz – Voraberger – Sacken

Ortbauer

Auf der Bank nahmen Schorr, Krobath, Heller und Zeiml platz.

Die Hernalser Gäste starten aktiv und spritzig, vereinzelte Angriffe von Sacken, Voraberger oder Ortbauer verlaufen sich aber im letzten Pass oder Abschluss. Und wenn man die Chancen vorne nicht nutzt, kommt kam es wie es kommen muss und nach einem Konter der Hausherren und einem Schuss aus spitzem Winkel steht es plötzlich 0:1 (18‘).Die Endstation verliert daraufhin völlig den Faden und muss durch eine starke Einzelaktion sowie einen Eckball die Gegentore zum 0:2 (27‘) und 0:3 (36‘) hinnehmen. Zur Pause herrschen Ratlosigkeit über die schwache Leistung, aber auch Motivation, jetzt erst Recht Vollgas zu geben, auf der Endstation Bank.

Personell unverändert startet die zweite Hälfte, die Eigenfehler bleiben jedoch zu Beginn von Durchgang zwei das große, selbstgestellte Hindernis. Nach einem solchen landet ein Nachschuss im Tor, 0:4 (50‘)

Doch wer jetzt denkt, die Endstation würde die Köpfe hängen lassen und die Niederlage über sich ergehen lassen, hat falsch gedacht. Nach einer schönen Kombination und idealem Lochpass von Voraberger schiebt Ortbauer zum 1:4 ein. Die Endstation Bank ahnt, hier ist noch lange nicht Feierabend (57‘). Rund 10 Minuten später kommen Heller, Schorr und Zeiml, Sacken darf sich selbst zum ersten Mal die Kapitänsschleife umbinden und kurz darauf kommt Schorr nach seiner Flanke traumhaft per Volley zum Abschluss, der wird zwar noch pariert, aber Schorr setzt nach und erzielt sein nächstes Jokertor (70‘)! Spätestens jetzt hat jeder Fußballbegeisterte der an diesem grauen Nachmittag vor Ort war begriffen, dass sich die Endstation längst nicht aufgegeben hat. Nur 3 Minuten später ist es Voraberger der einen Freistoß mit seinem linken Zauberfuß per Unterlatte im Tor unterbringt – 3:4 (73‘)! Die Endstation wirft jetzt wirklich noch einmal alles vor, und Nessler bleibt nach einem Solo ganz knapp das verwehrt, was Abwehrchef Resch in der Nachspielzeit doch noch gelingt. Sacken zirkelt einen Freistoß aus dem Halbfeld ans lange Eck, dort steigt Resch am allerhöchsten und setzt den Kopfball genau ins lange Eck. 4:4, der Ausgleich (90+1‘)! Die Bank explodiert, die Mentalitätsmonster aus Hernals haben wieder einmal bewiesen, welche Entwicklung die Mannschaft durchgemacht und welche sie heuer auch ausgemacht hat.

Das Spiel endet ohne weitere Highlights mit 4:4.

Und so emotional diese Aufholjagd auch war, am Ende überwiegt doch ein wenig die Enttäuschung über die erste Halbzeit, die nicht nur viele Nerven sondern womöglich auch den Vizemeistertitel gekostet hat. Dennoch, das direkte Duell um diesen Tabellenplatz gibt es nächste Woche daheim, inklusive Grillerei! Also aktiviert noch einmal alle, mit denen ihr es liebt Fußball zu schauen und unterstützt uns ein letztes Mal am Postsportplatz!