Hernalser Baustelle in Ottakring

DSG Hotel Kalcio – DSG Endstation Hernals Unterliga B, 8.Runde, 07.11.2021 Red Star Auto, 15:15 Spielbeginn

5 Siege, 2 Niederlagen, jeweils in Folge. Man spielt oben in der Tabelle mit.

Die zwei letzten direkten Niederlagen, und so war auch die interne Kritik, gegen zwei Gegner, die schlagbar gewesen wären, taten weh und brachten zum Nachdenken. Genau dieses Nachdenken, das man zu Beginn der Saison mit 5 direkten Siegen, nicht hatte. Es war zu Beginn der Saison eine Art Leichtigkeit zu fühlen und es war eine Freude am Platz zu stehen, wohl auch zu wissen, dass es für den einen oder anderen die wohl letzte Saison ist.
Was folgte heute? Wie ging man in dieses Spiel rein?

Es kamen folgende 11 von Coach Püsche gegen Hotel Kalcio zum Einsatz: Mayer, Havlik, Schramm, Steininger, Zenuni, Ortbauer, Dosek, Thurnwald, Sladky, Resch, Breit (K)

Die Endstation begann sehr couragiert. Man wollte schnell in den Zweikämpfen sein und den doch sehr kleinen Platz nutzen, um das Spiel immer wieder breit zu machen und mit schnellen Wechseln das Spiel zu verlagern und den Gegner zu überraschen. Das gelang auch nach gelungenem hohem Zuspiel von der Mittellinie von Martin Schramm auf Johnny Linkfuß Dosek im 16 Meter Raum. Guter erster Touch, kurzer Haken, Ball am starken linken Fuß, vorbei am Tormann ins Eck. 1 zu 0 Endstation. Wir waren im Spiel, und wir rochen wieder den Erfolg, Minute 20.

Eckbälle und unnötige Freistöße aus dem Halbfeld erwiesen sich immer wieder als Herausforderung in den Spielen davor, so auch leider in der 25. Minute. Durch einen Eckball kam Hotel Kalcio aus dem Nichts zum 1 zu 1, ohne Gegenwehr kam der Stürmer zum Abschluss. Man vergab in den folgenden Minuten mit deutlich mehr Spielanteilen bis zur Halbzeit mehrere Chancen im 16er. Zenuni und Breit scheiterten am Tormann oder an der Zielgenauigkeit.

Halbzeit. 1 zu 1, alles noch drinnen, man war wie in den Spielen davor deutlich besser als der Gegner. Es begannen Diskussionen um das Spielsystem und den taktischen Auslegungen und Prägungen. Wir vergaßen, was uns als Endstation zu Beginn der Saison so erfolgreich machte: Die spielerische Leichtigkeit und der Spaß miteinander am Platz – für uns alles zu geben.

Die zweite Halbzeit begann schlecht. Die Endstation kam nicht in die Partie rein, es häuften sich die Fehlpässe. Es kamen zwei Neue: Priglinger für Ortbauer, und Perzl für Sladky Man bekam nach einem Fehlpass einen Konter, der kurz vor dem eigenen 16er mit einem Freistoß endete. Gelbe Karte für Resch. Der darauffolgende Freistoß ging wiederum direkt ins Netz, Minute 55, 2 zu 1 Hotel Calcio.

Durchschnaufen. Kopf schütteln. Schon wieder so ein Tor, bei dem der Gegner aus einem Standard kam. Es kamen als Impuls nochmals von der heute stark besetzten Bank zwei frische Ratten: Stadler kam für Steininger, Schubert für Havlik, der kurz danach aber wiederum verletzt vom Platz musste. Zanzinger ersetzte Schubert.

Es folgte eine sehr hektische zweite Spielphase, mit mehreren Diskussionen rund um Entscheidungen des Schiedsrichters mit dem Gegner – und keinem kreativen Spielfluss der Endstation, das dem Gegner sehr zu Gute kam. Die Endstation konnte keine spielerischen Mittel finden, um konkret in das letzte Drittel zu kommen. Zusätzlich folgte die zweite gelbe Karte für Resch, nach Verhinderung eines Konters, und somit war man knapp 30‘ nur zu Zehnt am Platz. Die Ratten versuchten das Spiel nach vorne zu verlagern und Akzente zu setzen, und das Spiel irgendwie rumzureißen. Leider vergeblich.
Endstand 2 zu 1 für Hotel Kalcio.

Nachdenklichkeit in den Gesichtern. Es liegt an uns, die Leichtigkeit wiederum zu finden: Mund abwischen, sich tief in die Augen schauen, das Gemeinsame und den Grundgedanken der Endstation wiederum in den
Vordergrund zu stellen, und alles für den anderen zu tun. Und was wäre nicht besser geeignet, als ein Heimspiel an einem Freitag Abend?

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